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erst Ende des 2. Jahrhunderts datierbare Siedlungen, die diese Annahme belegen.
Akzeptiert wurde diese Lage eben unter dem Druck solcher Stämme wie der
sarmatischen, die auch andere, keltisch-pannonische und dakische Bevölkerungen
dieses Territoriums vertrieben haben, wie die Siedlung von Čurug.
Die Dynastie der Severer
markiert eine positive Wendung in der Existenz
der Provinz. Die Truppen aus Dakien, sowohl die Legionen als auch die Hilfstruppen,
haben unter Septimius Severus, Caracalla und Severus Alexander an den Feldzügen im
Orient und im Westen des Reiches teilgenommen. Diese sowie jene aus den
Provinzen südlich der Donau wurden als die der neuen Dynastie getreuesten betrachtet.
Im Südwesten Dakiens sind die Munizipien Dierna und Tibiscum mit eigenen
Territorien
entstanden, die aus dem Territorium von Ulpia Traiana Sarmizegetusa
stammten. Neben den städtischen Territorien im Südwesten Dakiens gab es auch
einen
Minenbezirk
, der vermutlich die Siedlungen aus dem Banater Bergland
umfasste, die anders, von der zentralen Verwaltungsbehörde aus Dacia Apulensis
abhängig organisiert waren. Nach den bisherigen Funden befand sich der Hauptsitz
vielleicht bei Moldova Nouă.
In der
Banater Tiefebene
wurden ab der Regierungszeit von Commodus aus
einem Gebiet nördlich der
mittleren Donau
, wo sie neben anderen Völkerschaften
lebten, Daker in den südwestlichen Teil Dakiens umgesiedelt. Die Verwaltung der
Provinz wollte verwandte Stämme neben die einheimische Bevölkerung Dakiens in
die Nähe der Grenze bringen, um sie zu beschützen. Es handelte sich um eine
friedliche, sesshafte Bevölkerung, die das teilweise trockene Gebiet wie die Tiefebene
des Banats oder der Crişana bevölkern sollte. Es sollte auch das Gebiet bis zur
Theiß kontrolliert und das Treiben der Rinder zwischen Dakien und der Provinz
gesichert werden. Es zeichnen sich drei bewohnte Gebiete in der Banater Tiefebene ab:
1. Entlang der Donau, vor Moesia Superior, wo es Zivilbauten aus Stein und
Backstein gibt, manche mit dem Stempel der Legio IIII Flavia und VII Claudia,
wie z.B. Pantschewo, Cuvin, Gaj, Banatska Palanka, Bela Crkva und Werschetz
vor dem zweiten Wall.
2. Ein Gebiet von den Sanddünen von Deliblata bis zur Marosch mit in den
weiten Rahmen des 3.–4. Jahrhunderts datierbaren Dörfern, in deren Fundinventar
dakische handgearbeitete Keramik
und feine, graue La Tène- und römische Import-
keramik existiert. In Rumänien gab es Siedlungen bei Temeswar, Cioreni, Temeswar–
Freidorf (I), Dumbrăviţa, Foeni und Liebling, in Serbien bei Subotica, Becej,
Kovačica usw.
3. Das Gebiet in der Nähe des alten Maroschlaufes mit der Siedlung im Punkt
Sălişte
bei Großsanktnikolaus.
Diese Siedlungen werden aufgrund der gemeinsamen Organisierung und des
Inventars den Geto-Dakern zugeordnet. Es handelt sich um Dörfer mit Wirtschaften
(Abfall- und Vorratsgruben) und Werkstätten (Töpfereien bei Dolovo, Werschetz,
Freidorf–Temeswar (Schicht I) und Hodoni, Arad, Ceala usw.). Das gemeinsame
Keramikinventar lässt die Dörfer und die Sesshaftigkeit der Einwohner vermuten.
Die wenigen Hinweise auf die Verarbeitung von
Metallen
betreffen Luftohre von
den Reduktionsöfen für Eisen (bei Dragşina und Billed) oder kleine Schmelztiegel




