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Legat der Provinz Oppius Sabinus gestorben ist. Die Abwehr der barbarischen

Angriffe über die Donau hat sich nach bestimmten literarischen Belegen scheinbar

bis 86 verzögert.

Es gibt zwei Ansichten darüber, woher dieser Angriff der Daker begonnen

hat. Erstens konnte der Angriff aus dem Inneren des Karpatenbogens über das

Banat in Richtug des Timiş–Cerna–Hanges und weiter über die Donau erfolgt sein.

Hinweise sind die Münzfunde aus dieser Zeit am südlichen Ufer der Donau bei

Tekija und Boljetin. In einem dieser kleinen Depotfunde stammt die späteste Münze

aus dem Jahr 82, im anderen 81 n. Chr. Das unterstützt diese Annahme.

Einen zweiten Hinweis stellt, wie vorhin behauptet, der Abschnitt Cazane an

der Donau dar, der dafür am geeignetsten ist. In diesem Abschnitt gab es damals

zwei dakische Befestigungsanlagen bei Divici und bei Pescari, von wo man jeden

Zug der Römer am südlichen Donauufer dauernd überwachen konnte.

Domitianus hat als Erster beschlossen, einen Feldzug nördlich der Donau zu

unternehmen, der zwischen 87–89 in zwei Etappen stattgefunden hat. Die erste

verlief zugunsten der Daker und die zweite endete mit dem kategorischen Sieg der

Römer bei Tapae.

Die beiden Kriege für den südwestlichen Teil Dakiens haben es auf eine

terra

deserta

vor Mösien abgesehen. In diesem Areal wurden bislang (mit Ausnahme

jener von Divici und Zidovar) keine in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr.

datierbaren dakischen Wehranlagen oder Siedlungen entdeckt, was diese Hypothese

unterstützt.

Bald danach hat Trajan die beiden Feldzüge nördlich der Donau in den

Jahren 101–102 und 105–106 begonnen, durch die ein großer Teil Dakiens erobert

wurde.

Der südwestliche Teil Dakiens

hat dabei eine besondere Rolle gespielt, weil

in der benachbarten Provinz südlich der Donau Moesia Superior die Versorgungs-

basis der zahlreichen römischen Armee angelegt war. Ein Teil der Truppen wurde

vor allem aus dem Westen des Reiches und aus der Provinz Pannonien unter der

Führung von

C. Manlius Felix

mit dem Schiff auf der Donau und der Theiß und

danach auf der Marosch bis zum Fuße des Şurenu–Gebirges nach Dakien gebracht.

Der Vormarsch der römischen Truppen durch das Banat in Richtung Mitte

des Staates im Orăştie–Gebirge hat zur Besetzung dieses Territoriums bereits im

Jahr 101 geführt. Bis 106 waren das antike Banat (bis zur Theiß) und der Westen

Olteniens der Provinz Moesia Superior einverleibt, während das Gebiet südlich der

Karpaten (Oltenien und Muntenien) an Moesia Inferior angeschlossen wurde.

Zwischen 102–105 wurden auf dem Platz der künftigen Kolonie Ulpia Traiana und

später bei Zăvoi, Berzobis und auf den Gebirgskämmen in Richtung Sarmizegetusa

Regia (Vârful lui Pătru, Comărnicel u.a.)

große Erdkastelle

errichtet oder kleine

castella

für kleinere Truppen zum Schutz der Verkehrswege, wie bei Cornuţel,

Tibiscum usw.

Nach der Gründung der Hauptstadt

Colonia Dacica

wurde 108 die Legio IIII

Flavia Felix ins Militärlager von

Berzobis

versetzt, um das Verwalten des gesamten

südwestlichen Gebietes zu beginnen. Stempel mit dem Namen der Legion sind

nicht nur in den wichtigsten Befestigungsanlagen von Banatska Palanka, Cuvin