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für Bronze (Cioreni, Freidorf). Die römischen Importe sind spärlich und bestehen

vor allem aus Bronzeschmuck (Armreifen, Fibeln), Glas (Perlen) und seltener

römischen Münzen. In der Banater Ebene sind im Laufe der Zeit auch einige

Schatzfunde wie bei Billed (2000 Stück), Temeswar (zwei Depots), Palanka und

Rekasch erschienen.

Das römische Wehrsystem im Südwesten Dakiens im 2.–3. Jahrhundert

.

Nach der Eroberung unter Trajan wurde das Wehrsystem der Provinz organisiert,

wo der südwestliche Abschnitt durch seine geografische Lage eine besondere Rolle

hatte. Er sicherte eine direkte Verbindung mit dem übrigen Reich, den wichtigsten

Wegen zur Versorgung und zur Armee, also auch zu Italien. An den wichtigsten

inneren Verkehrswegen Lederata–Tibiscum und Dierna–Tibiscum, später an den

anderen beiden entlang der Donau und der Marosch wurden ca. 20 voneinander

entfernt Erdkastelle errichtet. Ursprünglich befanden sich da ein Legionslager

(

Berzobis

) und mehrere Auxiliarlager an den erwähnten Linien. Im Jahr 118 wurde

die Legio IIII Flavia Felix südlich der Donau zurückgezogen und später, unter

Antoninus Pius, wurden mehrere Auxiliareinheiten nach Moesia Superior und

Inferior zurückgezogen.

Einige Jahrzehnte später bildet sich unter Antoninus Pius ein Wehrsystem an

der Westgrenze Dakiens, das aus je 2–3 großen steinernen Anlagen mit 2–3 Auxiliar-

truppen in der Garnison und Lagern mit je einer Einheit bestand. Die drei

Befestigungsanlagen waren: das Lager von

Tibiscum

in der Mitte,

Micia

an der

Marosch im Norden und

Porolissum

im nordwestlichen Zipfel des Banats. Dieses

Wehrsystem war hauptsächlich auf der Reiterei begründet.

Es gibt keine systematischen und weit angelegten Forschungen für jede

römische Anlage und deshalb ist es schwer, das Funktionieren dieses Sytems zu

erkennen. Alle Schwierigkeiten bei fast jedem Lager lassen ein Wehrsystem vermuten,

das vor eventuellen Angriffen der Barbaren sehr labil dastand. Zumindest nach 118

hat sich das Wehrsystem an der äußeren Linie vor allem auf die Lager von Vărădia

und Berzobia gestützt, an der inneren auf die Lager von Dierna (vermutliches

Lager?), Praetorium (Mehadia) und auf das militärische Zentrum von Tibiscum, an

der Linie der Marosch auf das große Lager von Micia. Die Verteidigung des

nördlichen Donauufers war mit jener des südlichen verbunden und ermöglichte die

Überwachung der zivilen Schifffahrt.

Die geringe Anzahl der Truppen, davon viele versetzt, hat die Verteidigung

der Provinz in diesem Abschnitt anders organisieren lassen, weil die westliche

Wehrlinie den hügeligen Teil der Gegend abgrenzte. Vielleicht gab es da zur

Verstärkung ein anderes Element, das aus

dem ersten Wall und dem Graben

bestand, die die Ausrichtung der Lager bis zur Marosch (die Lager von Micia und

Bulci am südlichen Maroschufer) verfolgen.

Das Wehrsystem wurde bis 118 auf den Abteilungen der Legio IIII Flavia

Felix begründet, deren Stempel sowohl in den Lagern von Surducu Mare, Tibiscum,

Aradul Nou, Vărădia (im Punkt Chilii), vielleicht Mehadia als auch in den Zivilsied-

lungen der Bergwerke von Bocşa Română und Eftimie Murgu vorkommen. Viele

Auxiliartruppen waren anfangs im Südwesten Dakiens stationiert, aber ab Hadrians