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Vici sind außer Micia und Tibiscum neben den Lagern von

Praetorium

(Mehadia), Pojejena,

Arcidava

(Vărădia) (vielleicht?),

Ad Pannonios

(Teregova)

und eventuell

Dierna

(Orschowa) bekannt.

Die neben den römischen Wehrbauten gegründeten Siedlungen haben sich

dank der Beziehungen mit der Armee und der festen Handelsbeziehungen mit

Einheimischen und dem benachbarten Barbaricum entfaltet. Sie waren die

wichtigsten römischen Kulturzentren in der Gegend.

Die Dörfer

. Im südwestlichen Teil Dakiens sind wenige Dörfer bekannt; die

meisten wurden durch Oberflächengrabungen identifiziert und nur bei wenigen hat

man geringe Untersuchungen durchgeführt.

In einem einzigen Fall gibt es eine kartografische Information auf der

Tabula

Peutingeriana

, die die Ortschaft

Ad Pannonios

(bei Teregova) erwähnt.

Ein Dorf könnte die Siedlung an der Reichsstraße Dierna–Tibiscum namens

Tibiscum

sein, die den Ortsnamen vom linken Ufer des Timiş wiederholt und die

eine einheimische, archäologisch noch nicht untersuchte Siedlung sein könnte. Der

Ort wurde auf dem Gelände identifiziert. Die Siedlung lag an der erwähnten Reichs-

straße nahe am Grenzpunkt mit der Reichsstraße Lederata–Tibiscum.

Nahe am großen Militärlager von Tibiscum am linken Timiş–Ufer wurden

ca. 550 m von der nördlichen Umfassungsmauer der Wehranlage entfernt im Punkt

Zăguieni

(Gemeinde C. Daicoviciu, Kreis Caraş-Severin) in einer Dorfsiedlung

Untersuchungen durchgeführt und in mehreren, aus Holz errichteten Oberflächen-

wohnungen wurde ein zwar geringfügiges, jedoch römisches Fundinventar entdeckt.

In der Nähe einer Dorffarm bei Criciova im Punct “Tramnic” wurde ca 1500 m

nordwestlich entfernt bei “Râtul lui Mocrean” am Timiş–Ufer eine dako-römische

Siedlung bestehend aus Grubwohnungen mit spezifischem Inventar entdeckt. Bei

Greoni wurde im Punkt “Valea Budoviţei” im Jahr 1964 ein Dorf mit Oberflächen-

wohnungen aus Strohlehm und Holz entdeckt, de in die Provinzzeit datierbar sind.

Eine besondere Stellung nimmt innerhalb der antiken Wohnlandschaft der

Badeort von

Ad Mediam

(Băile Herculane) ein, der durch zahlreiche Inschriften

der damals wichtigen Persönlichkeiten der Provinz und benachbarter Gegenden

sowie weniger wichtigen Personen zu identifizieren ist. Die meisten Widmungen

richten sich an Herkules, die bekannte Schutzgottheit der Thermalgewässer im

Allgemeinen. Ein kartografisches Dokument aus dem 18. Jahrhundert ließ zwei

Badeanstalten und einen oder sogar zwei Herkules oder anderen Gottheiten geweihte

Tempel erkennen. Der Badeort war durch den Schutzgott Herkules für die Wanderung

der Schafherden wichtig.

In den römischen Provinzen hatten die in die Mitte des Grundstücks platzierten

Farmen der Veteranen oder auch Zivilisten eine besondere Stellung. Nach 106

wurden viele Soldaten entlassen und sie erhielten Boden auf dem gesamten Gebiet

Dakiens, also auch im Südwesten. Derartige Farmen (

villae rusticae

) wurde bislang

in der Nähe wichtiger Siedlungen der Armee und auf dem Gebiet der späteren Städte

Ulpia Traiana Sarmizegetusa, Drobeta, Tibiscum und Dierna entdeckt. Es handelte

sich um einfache Bauten, die eigentlichen Wohnhäuser, die aus 3–5 Räumen

bestanden.