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Feldforschungen hat es bereits im 18. (von F. Marsigli) und vor allem im
19. Jahrhundert (von F. Milleker u.a.) gegeben, diese bieten aber keine bedeutenden
Informationen zur Stratigrafie und Struktur der Lager und der hier stationierten
Truppen. Mit jeder Generation sind neue Belege hinzugekommen, doch wenige
Fundorte wurden systematisch erforscht (mit Ausnahme deren von
Tibiscum
,
Praetorium
(Mehadia) und neuerdings
Arcidava
(Vărădia) und
Berzobis
) und diese
bieten kein umfassendes Bild des Wehrsystems. Daher auch die zahlreichen
unbestätigten Arbeitshypothesen.
Im Altertum wurden auf dem südwestlichen Gebiet Dakiens unmittelbar nach
der Eroberung die militärischen Linien Lederata–Tibiscum und Dierna–Tibiscum
gebildet, nebst zwei anderen entlang der Donau zwischen Banatska Palanka–Dierna–
Drobeta und entlang der Marosch Bulci–Micia. Die Befestigungsanlagen haben die
Aufmerksamkeit der Fachleute umso mehr geweckt, als sie durch Erdwälle verstärkt
waren, die die Grenzen der Provinz markierten und implizite beschützten.
Die zahlreichsten Forschungen gab es in der Nachkriegszeit durch die neuen
Museen aus Reschitz und Caransebeş neben denen aus Temeswar und Arad, weil
die Anzahl der daran interessierten Archäologen gewachsen war. Die wichtigsten
Forschungen wurden von Prof. M. Macrea, D. Protase und N. Gudea durchgeführt,
danach in den letzten Jahrzehnten von den Fachleuten der Banater Museen wie
Ovidiu Bozu und der Verfasserin der vorliegenden Arbeit zusammen mit den
Mitarbeitern der West-Universität. Die Rettungsgrabungen beim Bau moderner
öffektlicher Bauten und der Autobahnen haben zum Identifizieren und sogar Freilegen
einiger Wohnsiedlungen sowohl auf dem Gebiet der Provinz als auch außerhalb
dieser beigetragen. Vorläufig bieten die Untersuchungen noch lange kein umfassendes
Bild der gesamten antiken Siedlung.
Dakisch-römische Präliminarien
. Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. hat
die am südlichen Donauufer entstandene Grenze das Römische Reich mit den Dakern
nördlich der Donau gerade im südwestlichen Teil der Provinz in einen unmittelbaren
politischen und militärischen Kontakt gebracht. Die militärische Organisierung
dieses Gebietes war die Folge der beiden Feldzüge des Legaten Mazedoniens
Marcus
Licinius Crassus
in den Jahren 29–28 v. Chr., als die Mehrheit der einheimischen
mösieschen Bevölkerung infolge der Befriedung keine bedeutende militärische
Macht mehr darstellte.
Es ist bekannt, dass der General
C. Cn. Lentulus
die ersten
praesidia
am
rechten Donauufer organisiert hat, um die Schifffahrt auf dem Strom und alles, was
die Daker unternahmen, zu überwachen. Zur Zeit Augustus’ wird in der berühmten
Testament-Inschrift des Kaisers
Res Gestae divi Augusti
(XXXX, 2) Cotiso als
König der Daker erwähnt, was indirekt auf den Ruf des dakischen Königs in seinen
militärischen Beziehungen mit den Römern verweist. Der Sitz des dakischen Königs
Cotiso befand sich im Sebeşului Gebirge, aber wir können nicht ausschließen,
seine Hauptstadt sei irgendwo im Banater Gebirge gewesen, woher der Zugang zur
Donau im Abschnitt des Cazane-Engpasses leichter war. Man nimmt an, die Daker
seien um das Jahr 16 v. Chr. eingedrungen (infolge einer Invasion der Skordisken)
oder im Jahre 11 (nach der Niederlage des thrakischen Aufstandes). Zu dem Zeitpunkt
jedenfalls, als der Aufstand der Dalmater und der Pannonier gegen die römische




