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Vor langer Zeit hat H. v. Petrikovits, ein rigoroser Analytiker dieser spätrö-
mischen Erscheinungen, einen Vergleich zwischen den Siedlungen am Rhein und
an der mittleren Donau im 5. Jahrhundert gemacht und dabei das Verschwinden der
städtischen Zivilisation festgestellt. Für das Gebiet an der unteren Donau, zu dem
auch das antike Banat bis Justinian (527–565) gehört, gibt es sehr wenige und
schwer rekonstruierbare archäologische und literarische Infiormationen.
In der untersuchten Periode des 3.–4. Jahrhunderts hat die Geschichte die
Chance
gewährt, den Schwerpunkt im Römischen Reich in die neue Hauptstadt
Konstantinopel zu verlagern. Als Folge hat der nördliche Donauraum (die
ehemalige Provinz Dakien sowie das östliche und das westliche Areal außerhalb
dieser) ca. 480 km von der römischen Hauptstadt entfernt das erste Gebiet außerhalb
seiner Grenzen dargestellt. Dieses Gebiet musste beschützt werden und deshalb
wurde jede Regung der Barbaren im nördlichen Donauraum verfolgt und bekämpft.




